Thomas Livingston ist ein Sensationsautor der sein Geld mit dem schreiben von übersinnlichen Phänomenen verdient. Sein neustes Projekt ist der Window Point Leuchtturm. Um dessen Entstehung 1838 bis heute mindestens zwei Dutzend Todesfälle umgibt. Livingston will alleine ein Wochenende in Window Point verbringen und den unerklärlichen Unfällen und kaltblütigen Morden auf den Grund gehen. Dabei dient ihm nur eine Videokamera und ein Diktiergerät, um die Beweise für das Übersinnliche festzuhalten...
Auf 122 Seiten gelingt den beiden Nachwuchsautoren eine sehr intensive Gruselgeschichte, in dem das Geschehen um die Hauptfigur wie eine Mockumentary oder Found Footage Film in literarischer Form wiedergegeben wird. Hätte nie gedacht, dass man eine Geschichte aus diesem Winkel als Kammerspiel mit voyeuristischen Zügen so fesselnd aufziehen kann. Der Horrorfan wird hier jedoch nicht nur mit der Geschichte von Thomas eingedeckt. Der Autor findet das Tagebuch der jungen Delaney Collins, einem der ersten Opfer von Window Point und schildert ihre letzten Einträge, während er selbst von dem Bösen eingenommen wird - das erzeugt selbst bei mir als abgebrühter Horrorleser eine Gänsehaut...eine fesselnde Gruselgeschichte die man am besten bei Kerzenlicht in einer stürmischen Nacht geniest.
8/10
Sammlung: Die Hardcover Ausgabe von Cemetery Dance Germany ist auf 708/999 limitiert und über den Buchheim Verlag veröffentlicht und wurde von den beiden Autoren signiert. Die wunderschönen stimmigen schwarz/weiss Illustrationen von Glenn Chadbourne runden das Werk ab. Sehr schönes Sammlerstück.
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