Die 75jährige Hobbykriminologin Libby Andersch befindet sich im Glacier Express nach Zermatt - Zusammen mit einem Filmteam das dort drehen möchte. Doch ein Schneesturm schneidet sie von der Zivilisation ab. Sie sind gezwungen in dem zurzeit stillgelegten Grand Hotel Matterhorn in Oberwald zu übernachten. Als plötzlich einer der Stars tödlich verunfallt, beginnt Libby zu ermitteln und stösst auf ein Geheimnis und einen weiteren Todesfall der Jahrzehnte zurückliegt...
Kasperski sichtlich inspiriert von diversen Agatha Christie Romanen, packt den Krimi in ein stimmiges Walliser Setting. Ich mag so isolierte Twist und Schneegeschichten liebe ich eh. Leider will sich bei mir hier keine wirkliche Kammerspielstimmung breit machen. Da die Geschichte einen grossen Anlauf braucht und zwischenzeitlich auch mit diversen Logiklöchern um die Ecke kommt. Für Krimifans die auf nostalgischen und klassische Whodunit Plots stehen, sollten dem Grand Hotel jedoch eine Chance einräumen. Wenn dass jetzt nicht gerade bei mir um die Ecke spielen würde und all die Walliser Klischees auf charmante Weise inszeniert wären, hätte ich hier wohl eher nicht zu gegriffen. Aber am Ende lebt der Krimi für mich durch die heimische Geographie und kulturellen teils auch sozialen Strukturen meines Heimatskantons.
Die Autorin hat ihre Hausaufgaben gemacht und ausführlich recherchiert um das Geschehen durch die Geographie zu choreographieren. Gerade wie sie den einheimischen "Tourismusdirektor" gestaltet, fand ich stark - typisch Wallis! Ansonsten halt eher ein Krimi der von seiner Stimmung und Atmosphäre lebt, als von einer kniffligen Auflösung. 6/10
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