Samstag, 11. Oktober 2025

Christa Mulack - Maria Magdalena - Apostelin der Apostel

Das göttlich Weibliche – und die Ketzerei der Wahrheit

Ein Buch, das Mut beweist. Eines, das sich traut, die Bibel nicht als starres Dogma zu lesen, sondern als verschüttete Geschichte göttlicher Weiblichkeit. Im Zentrum steht nicht der allmächtige Vater, sondern Malchut – jene weibliche Kraft, die in der gnostischen Tradition als die „Anwesenheit des Göttlichen“ gilt. Schon das früheste Markus-Evangelium verrät es zwischen den Zeilen: vierzehnmal begegnet uns diese Präsenz, während „Gott als Vater“ nur viermal genannt wird. Zufall? Wohl kaum.

Doch nach Jesu Tod übernahmen die Apostel das Ruder – und verloren die Richtung. Die Bergpredigt, diese revolutionäre Ethik der Liebe, wurde zur Kirchenordnung gezähmt. Besonders Petrus, Symbol männlicher Machtgier im Heiligen Gewand, kämpfte um seinen Platz im berühmtesten Buch der Welt. Und so geschah das Undenkbare: Aus Maria Magdalena, der Apostelin der Apostel, der Zeugin der Auferstehung, wurde eine Hure gemacht. Die Kirche schrieb sie aus der Geschichte – und mit ihr das Weibliche, das Jesus selbst verehrte.

Nach gnostischer Lesart war die Hochzeit zu Kana kein Wunder der Weinkrüge, sondern die mystische Vermählung zwischen Jesus und Maria – die heilige Vereinigung von göttlicher und menschlicher, männlicher und weiblicher Kraft. Eine Idee, die so gefährlich war, dass sie über Jahrhunderte als Blasphemie galt.

Dieses Buch ist ein Paukenschlag. Lehrreich, wuchtig, unbequem – und ein Faustschlag in die Weichteile des Patriarchats.
Ein Werk für jene, die bereit sind, das Heilige neu zu denken.
10/10.


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Ein Buch, das Mut beweist. Es zeigt die Bibel als verschüttete Geschichte göttlicher Weiblichkeit. Nicht der allmächtige Vater steht im Zentrum, sondern Malchut – jene weibliche Kraft, die als „Anwesenheit des Göttlichen“ gilt. Im ältesten Markus-Evangelium begegnet sie vierzehnmal, während „Gott als Vater“ nur viermal erwähnt wird.

Nach Jesu Tod aber übernahmen die Apostel – und verließen den Geist der Bergpredigt. Petrus kämpfte um Deutungshoheit, und aus Maria Magdalena, der Apostelin der Apostel, wurde eine Hure gemacht. Die Kirche strich das Weibliche aus dem Heiligen und krönte das Patriarchat.

Nach gnostischer Lesart war die Hochzeit zu Kana kein Wunder der Weinkrüge, sondern die mystische Vereinigung von Jesus und Maria – von göttlicher und menschlicher, männlicher und weiblicher Kraft.

Ein Paukenschlag. Lehrreich, unbequem, entlarvend – ein Schlag in die Weichteile des Patriarchats.
10/10.

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