Das Buch habe ich in zwei Tagen durchgesuchtet – 236 Seiten. Da mir die Ich-Erzählerin immens ans Herz ging. In kurzen Kapiteln werden diverse Lebensstationen aufgezeigt, in denen die Transfrau als Jugendliche ihre erste Liebe findet, verliert und, und, und... Ich mag Porteros Sprache, die zwischen tiefgängigen, poetisch komplexen Sätzen immer wieder das Gefühl der Leichtigkeit erzeugt – so war es unmöglich, mich dem Drama zu entziehen, und hat mich schlichtweg in die Welt der Erzählerin hineingezogen. Starke und wichtige Queer-Regenbogen-Literatur, die in Traurigkeit erstickt, sich dann aber immer wieder findet und ums Überleben kämpft. Ein Mensch, gefangen in zwei Welten – zwischen Selbstbeschuldigung und Selbstachtung.
Meisterlich 10/10
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